Musiktherapie Behandlung

Um die Behandlungsansätze knapp zu skizzieren, auf die sich die heute so bezeichnete Musiktherapie stützt und aus denen sie besteht, wird im Folgenden die schwerpunktorientierte Antwortrichtung auf vier Fragen gegeben:

  • (a) An welchem Konzept orientiert sich seit Jahrhunderten bereits die Idee einer heilsamen Begegnung von Musik und Mensch?
  • (b) Warum hat sich Musiktherapie in ihrer Popularität gerade in den letzten Jahrzehnten nahezu rasant verbreitet?
  • (c) Wie können Behandlungsansätze nach den Erkenntnissen der heutigen Medizin durch Fachbegriffe eingegrenzt werden?
  • (d) In welchen sehr bedeutsamen Zusammenhängen macht Musiktherapie regelmäßig und wiederholt von sich reden?

Die verschiedenen Behandlungsarten

(zu a) Es ist nicht nur von afrikanischen Völkern bekannt, sondern war auch Bestandteil z. B. der Lehre des Pythagoras (570 bis 510 v. Chr.) , dass die wahrgenommene Ordnung der musikalischen Harmonie eine (auch mitunter vollends) korrigierende Wirkung auf die Unordnung eines gestörten oder beeinträchtigten menschlichen Gesundheitszustandes haben kann. Dies geht einher mit einer anderen Erkenntnis: Menschen, die aufgrund von Krankheitszuständen (Depression, Trauma, Koma, Behinderung) nicht in der Lage sind, eine gewohnte Konversation (generell oder auch über bestimmte Emotionen oder Themen) aufzunehmen, können in der entsprechenden therapeutischen Betreuung Musik (hörend oder auch aktiv) als (dann als heilend empfundenes) Kommunikationsmedium bzw. -ventil gegenüber der Außenwelt erfahren.

(zu b) Durch den Behandlungsbedarf zurückgekehrter Veteranen aus dem 2. Weltkrieg wurden zunächst in anglo-amerikanischen Regionen, jedoch auch langfristig in der Bundesrepublik Konzepte für die Therapie mittels des Musikalischen begonnen und weiterentwickelt.

(zu c) Musik ist durch ihre “vorbewusste psycho-vegetative Regulationsfunktion der Musik” in der Lage, unmittelbar auf den Menschen einzuwirken, ohne dass es diesem bewusst wird. Atmung, Blutdruck etc. verändern sich, auch Körpergefühl, Selbstbewusstsein und psychische Erlebnisbereiche werden durch Klänge direkt beeinflusst. Auch assoziieren Patienten erst durch gehörte oder aktiv ausgelöste musikalische Erfahrungen bestimmte Gedächtnis- oder Bewusstseinsinhalte. Hier kann es sich entweder um bislang “verschüttete” Erinnerungen handeln oder auch um das Bewusstwerden gegenwärtiger und krankhafter Verhaltensweisen.

(zu d) Musiktherapie lässt sich praktisch auf jedem medizinischen Gebiet anwenden. Somit sei hier nur schlaglichtartig erwähnt, dass durch entsprechende Maßnahmen Wachkomapatienten wieder in einen menschlichen Alltag zurückgeführt und Jugendliche erfolgreich gegen Suchterkrankungen behandelt werden konnten und können.

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