Musiktherapie Ausbildung

Musiktherapie in der Ausbildung ist im deutschsprachigen Raum einer bestimmten Vereinbarung zugeordnet, die 1998 als “Kasseler Thesen” schulen- und institutsübergreifend festgelegt wurden (und dies nämlich von der Deutschen Gesellschaft für Musiktherapie e. V. (DGMT), dem Deutschen Berufsverband der Musiktherapeuten e. V. (DBVMT), dem Berufsverband Klinischer Musiktherapeuten (BKM), der Sektion des Berufsverbandes für Anthroposophische Kunsttherapie (BVAKT), dem Verein zur Förderung der Nordoff/Robbins Musiktherapie e. V., der Bundesarbeitsgemeinschaft der staatlich anerkannten Musiktherapieausbildungen (AMA), der Ständigen Ausbildungsleiter-Konferenz privatrechtlicher musiktherapeutischer Ausbildungen, alles Verbände der Musiktherapie bzw. Ausbildung im Bundesgebiet).

Musiktherapie und ihre Ausbildung besteht in einer Kombination von Theoriewissen und Handlungskompetenz, die interdisziplinär ihren Ursprung haben. Das heißt: Nicht nur die praktische Musiktherapie, auch ihre Ausbildung ergeben sich nur aus dem Wissensstand der Medizin, der Musikwissenschaft, der Pädagogik und der Psychologie. Im Folgenden werden nun die Schwerpunkte aus diesen 10 Thesen sehr knapp zusammengefasst; auch sollen beispielhaft im weiteren Fächer benannt werden, wie sie für Ausbildungs- und Studiengänge der Musiktherapie und ihrer Ausbildung im Bundesgebiet so gelten. Auch wenn möglicherweise Begrifflichkeiten o. Ä. an einzelnen Schulungseinrichtungen verschieden verwendet werden, so wird doch in diesem Text formuliert, worauf es dem Wesen nach in Musiktherapie und Ausbildung ankommt.

Insbesondere wichtig ist es, sich Erkenntnisse aus Medizin und Psychotherapie anzueignen (und darauf wird in allen Erkenntnisstadien eines Lernenden der Musiktherapie in seiner Ausbildung Bezug genommen). Eine Zweierbeziehung zwischen Therapeut und Patient soll gegründet werden, die niemals einem “Patentrezept” folgt, sondern auf dem Hintergrund von Fachwissen konkreten Krankheitsbildern bzw. Anforderungen sensibel ein Vertrauensverhältnis aufbaut und hier eine heilende Begleitung anbieten kann. Hier, und das ist selbstredend ein zweiter Wesenszug der Musiktherapie bzw. Ausbildung, spielen jedoch noch weiterhin Musikkenntnisse des Therapeuten eine Rolle, die sich nicht nur aus Musikgeschichte, Musikpädagogik, sondern ebenfalls aus der eigenen Erfahrung mit angewandter

Musikalität in der Solo- oder Orchesterdarbietung ergeben

Musiktherapie und Ausbildung, das kann im Konkreten heißen: Der angehende Musiktherapeut wird etwa in Musikkunde, Gehörbildung, Musiktheorie, Instrumentalunterricht, Stimmbildung, Anatomie, Neurologie und verschiedenen Forschungsrichtungen der Psychologie unterrichtet sowie im Rahmen von Gruppen- und Einzelprojekten (auch in Praktika) in der Theorie und Praxis des gegenwärtigen Kenntnisstandes der angewandten Musiktherapie angeleitet.

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